Saturday, 12 June 2010

Der Trost

Das Potential der Hilfe, die wir vom Nachbarn kriegen
Wird niemals die Möglichkeit ausschliessen, unser Eigen zu sein,
denn welchen Nutzen zieh ich aus einer Sprache, die ich nicht verstehe?
welche Seiten werd’ ich lesen, die mir ins Auge springen werden?

Der Trost, den dir durch und mit und in einem kalten,
klaren Glas Wasser geschenkt wird, kann an einem
schwülen Sommertag alle Lust durch und mit und in Konversation ersetzen.

Ein solches Geschenk, wie gegeben, würden Idioten,
Narzissten und Unabhängigkeitstiere in den Wind schiessen,
ins Maul spucken und in den Arsch treten, doch nicht ich

Denn wir alle werden von Asche zu Asche treten, von unseren
Herzen Abschied nehmen, die vom Skelett eingeschlossen
an unser Fleisch und Blut gebunden sind und welches aus Ton entstand
als die Erde noch nicht im Kalender gefunden wurde.

Der Trost, den dir ein müdes Lächeln deines Gegenüber geben kann
Wird manchmal als mitleidige Geste betrachtet, doch nicht von mir
Denn es bedarf bemerkt werden, welche Konsequenzen mein Spiel
Mit der Landkarte, der Sprache, mit dem Feuer, mit sich bringen kann.

Du sagtest, wir würden uns am Ecken neben dem Gemüse treffen, dort,
wo ich vor einiger Zeit stand und verloren war in meinem eigenen Selbstmitleid,
bis mich deine Stimme aber nicht der Schatten hinter deiner Sonnenbrille erquickte.

Was soll ein Besetzzeichen vernommen durch mein Telefon bedeuten,
wenn der Anrufbeantworter zwei Mal pro Woche entleert wird und wir uns
von all den wunderbaren Gedanken für unser mentales Gegenüber befreien?

Und ich wusste mir nicht zu helfen, ausser mich an deine Stimme zu halten,
Und deine Lippen sangen ein Lied voller Schönheit und Schmerz
Ein Lied, dessen Harmonien von keiner Dissonanz durchtränkt
Und keine Antworten durch unerklärliche Fragen gestört wurden.

2. Entwurf, Herbst 2008

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